Wenn man über die Champions League spricht, spricht man in erster Linie über zwei Namen: Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Es ist eine Debatte, die seit über einem Jahrzehnt tobt, aber auf Europas größter Vereinsbühne regiert Ronaldo immer noch mit unglaublichen 140 Toren in 183 Einsätzen. Das ist ein Verhältnis von 0,77 Toren pro Spiel, was angesichts der Langlebigkeit unglaublich ist. Messi liegt natürlich nicht weit dahinter, mit 129 Toren aus 163 Spielen, was ihm ein leicht besseres Verhältnis von 0,79 beschert. Diese Jungs haben auch nicht nur in der Gruppenphase Statistiken geschönt; Ronaldo hat unglaubliche 67 Tore in der K.o.-Phase, während Messi 49 hat. Das ist der Beweis für ihre Mentalität in wichtigen Spielen.
Robert Lewandowski ist der einzige andere Spieler im dreistelligen Bereich, der in nur 116 Spielen 100 Tore erzielt hat, was ihm einen absurden Durchschnitt von 0,86 Toren pro Spiel beschert. Er selbst hat 31 Tore in der K.o.-Phase erzielt und beweist damit, dass er zu dieser Elite gehört. Er ist immer noch bei Barcelona aktiv, aber mit 35 Jahren sind die Chancen, dass er weitere 40 Tore erzielt, um Ronaldo herauszufordern, gering bis nicht existent. Dann fällt man steil ab. Karim Benzema, der Real Madrid letzten Sommer in Richtung Al-Ittihad verlassen hat, liegt mit 90 Toren auf dem vierten Platz. Raúl, der ursprüngliche König der Champions League, rundet die Top Fünf mit 71 Toren für Real Madrid und Schalke ab. Sein Rekord hielt lange Zeit, bevor die Ära Messi-Ronaldo die Geschichtsbücher komplett neu schrieb.
Die Top 10 ist ein Who's Who der europäischen Fußballlegenden. Ruud van Nistelrooy, ein reiner Torjäger, erzielte in nur 73 Spielen für PSV, Manchester United und Real Madrid 56 Tore, ein erstaunliches Verhältnis von 0,77. Thomas Müller, immer noch bei Bayern München, ist mit 54 Toren in 151 Spielen Siebter. Thierry Henry, Alfredo Di Stéfano und Zlatan Ibrahimović vervollständigen die aktuellen Top 10, alle mit 50 bis 51 Toren. Ibrahimović, jetzt im Ruhestand (wieder), spielte in seiner Karriere für sechs verschiedene Champions-League-Vereine, von Ajax bis Manchester United, was an sich schon eine verrückte Statistik ist.
**Die Verfolger: Wer kann die Top 10 knacken?**
Ganz ehrlich, der Abstand zwischen Lewandowski mit 100 und Müller mit 54 Toren ist beträchtlich, aber es gibt einige aktive Spieler, die realistischerweise in die Top 10 vorstoßen könnten. Erling Haaland ist der offensichtlichste Kandidat. Der Stürmer von Manchester City hat bereits 41 Tore in nur 39 Champions-League-Einsätzen für Dortmund und City erzielt. Das ist ein erstaunliches Verhältnis von 1,05 Toren pro Spiel. Wenn er gesund bleibt und in den nächsten 8-10 Jahren bei einem Top-Club bleibt, wird er nicht nur in die Top 10 aufsteigen; er hat eine echte Chance, Messis und Ronaldos Gesamt-Rekorde herauszufordern. Er hat bereits 13 Tore in der K.o.-Phase, darunter fünf gegen RB Leipzig im Achtelfinale 2022/23.
Kylian Mbappé ist ein weiteres Ausnahmetalent, das unbedingt in diese Diskussion gehört. Der Franzose hat 48 Tore in 69 Champions-League-Spielen für Monaco und PSG erzielt, was ihm ein Verhältnis von 0,70 Toren pro Spiel beschert. Er ist erst 25 und hat konstant auf höchstem Niveau gespielt, darunter ein Hattrick gegen Barcelona im Camp Nou im Jahr 2021. Wenn er wie erwartet zu Real Madrid wechselt und mit noch besseren Talenten spielt, könnten seine Zahlen explodieren. Er braucht nur noch drei Tore, um Müller einzuholen und in die Top 10 aufzusteigen. Das scheint eine Gewissheit zu sein.
Jenseits von Haaland und Mbappé wird die Liste etwas schwieriger. Harry Kane, jetzt bei Bayern München, hat 28 Tore in 38 Einsätzen. Er ist 30, hat also noch ein paar gute Jahre vor sich, besonders wenn er für ein Team spielt, das konstant weit im Wettbewerb kommt. Er bräuchte weitere 23 Tore, um 51 zu erreichen und Zlatan einzuholen, was machbar, aber nicht garantiert ist. Mohamed Salah vom FC Liverpool hat 44 Tore in 82 Spielen. Er ist 31, hat also eine gute Chance, wenn Liverpool weiterhin regelmäßig in der Champions League spielt. Er hat 12 Tore in der K.o.-Phase erzielt, was seine Fähigkeit zeigt, in wichtigen Momenten zu performen. Antoine Griezmann, mit 33 Toren, ist mit 33 Jahren wahrscheinlich zu weit zurück.
Meine gewagte These? Haaland wird nicht nur innerhalb der nächsten fünf Jahre in die Top Fünf aufsteigen, sondern auch der erste Spieler sein, der über 50+ Champions-League-Einsätze hinweg 1,00 Tore pro Spiel erreicht.