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Maguires seltsames Lob für Amorim und was es wirklich für United bedeutet

Von David Okafor · Veröffentlicht 2026-03-26 · Harry Maguire: Ruben Amorim verdient 'Anerkennung' für die Richtung von Man United

Harry Maguire äußert sich über Ruben Amorim und zollt dem ehemaligen Sporting CP-Trainer "Anerkennung" für einen Teil der aktuellen Entwicklung von Manchester United. Ja, *der* Ruben Amorim, der United nie wirklich trainiert hat. Maguire sagte der Sun, dass Amorim "großartige Ideen" hatte und bei Sporting "fantastische Arbeit" geleistet hat. Nun, das ist eine seltsame Prahlerei von einem Spieler, der den größten Teil der letzten Saison von der Bank aus verfolgt hat und nur 16 Premier League-Spiele bestritt. Die Red Devils beendeten die Liga auf dem achten Platz, ihre schlechteste Platzierung in der Premier League-Ära, mit einer Tordifferenz von minus eins. Das ist nicht gerade eine glänzende Empfehlung für *irgendeine* Richtung.

Der anhaltende Schatten dessen, was hätte sein können

Die Sache ist die, dass Amorim stark mit dem Job in Old Trafford in Verbindung gebracht wurde, nachdem Erik ten Hags Zukunft zu einer täglichen Seifenoper geworden war. Sporting Lissabon gewann unter Amorim in vier Jahren zweimal den Titel in der Primeira Liga, darunter eine dominante Saison 2023/24, in der sie 10 Punkte Vorsprung vor Benfica hatten und 87 Tore erzielten. Das ist ein starker Kontrast zu Uniteds anämischen 57 Ligatoren. Maguires Kommentare wirken weniger wie echtes Lob für Amorims theoretischen Einfluss und mehr wie ein subtiler Seitenhieb auf das Trainerkarussell, in dem United seit Sir Alex Fergusons Rücktritt im Jahr 2013 steckt. Erinnern Sie sich an David Moyes' 10-monatige Amtszeit oder Louis van Gaals FA Cup-Sieg, gefolgt von seiner Entlassung? Dieser Verein hat in den letzten zehn Jahren mehr Trainer als Trophäen gesehen.

Die Realität ist, dass Uniteds Probleme tiefer liegen als jeder einzelne Trainer oder gar die retrospektive Analyse eines Verteidigers einer nicht existierenden Trainerzeit. Sie haben seit Fergusons Abgang über 1,5 Milliarden Pfund für Transfers ausgegeben, doch der Kader wirkt immer noch unausgewogen. Casemiro, ein fünffacher Champions-League-Sieger, wirkte in der letzten Saison wie ein Schatten seiner selbst und war oft im Mittelfeld exponiert. Marcus Rashford, der 2022/23 30 Tore erzielte, fiel in der letzten Saison auf nur acht Tore in allen Wettbewerben zurück. Das sind nicht nur Trainerprobleme; sie sind systemisch.

Eine neue Ära, dieselben alten Fragen

Nun, da Ten Hag bleibt und INEOS die Fußballgeschäfte übernimmt, soll sich der Fokus verschieben. Jason Wilcox ist als technischer Direktor dabei, und Dan Ashworth wird voraussichtlich als Sportdirektor hinzukommen. Der Verein hat bereits einen Schritt für Jarrad Branthwaite von Everton unternommen und Berichten zufolge 35 Millionen Pfund für den jungen Verteidiger geboten. Das ist ein Anfang, aber es wird mehr als ein paar neue Gesichter in der Führungsetage und auf dem Spielfeld brauchen, um einen Verein zu reparieren, der in der letzten Saison 58 Ligatore kassiert hat.

Hier ist die kühne These: Maguires Kommentare, wie gut gemeint oder fehlgeleitet sie auch sein mögen, verdeutlichen eine grundlegende Wahrheit – United-Spieler, selbst die marginalisierten, sind sich des ständigen Wandels des Vereins sehr bewusst. Sie hören die Gerüchte, sie sehen die ständigen Spekulationen. Wenn ein Spieler einen Trainer lobt, der Carrington nie betreten hat, sagt das viel über das Fehlen einer klaren, konsistenten Philosophie aus. Es geht nicht um Amorim; es geht um die Sehnsucht nach *irgendeinem* kohärenten Plan.

Meine kühne Vorhersage? Trotz all des Geredes über eine neue Struktur und Ten Hags erneuertes Mandat wird United in der nächsten Saison wieder außerhalb der Top Vier landen, was beweist, dass ein Führungswechsel keine sofortige Lösung für ein Jahrzehnt des Verfalls ist.